Karussell und Pingpong

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Am Karussel im Luitpoldpark in München am 3.4.2016 um 18.37 Uhr 
Wache gerade aus einem klitzekleinen Nickerchen auf. Liege auf der Decke, meine Tochter spielt im Sand. Das Karussell wegen dem wir hier sind, interessiert sie genauso wie Spinat. „Das ist kein gutes Karussell“, hat sie vorher gesagt. Und,“Ich will zum anderen.“
So ist das Leben. Man probiert ein Karussell und setzt sich in den Kopf, dass es das jetzt ist. Dann lässt man es für einen Augenblick aus den Augen, weil man zum Mittagsschlaf muss, und schwups, ehe man sich versieht, ist es besetzt von jemand anderem. Und der hört nicht auf zu drehen. Man senkt den Kopf, probiert es mit einem anderen Karussell, aber es ist einfach nicht dasselbe. Es ist kein gutes Karussell mehr.
Was bleibt ist die Erinnerung, die Körner im Sand, die Schaukel daneben und die Hoffnung dass man eines Tages ein neues Karussell entdeckt, mit dem man sich gerne für immer im Kreis drehen möchte. Keine Ahnung, ob das alles jetzt Sinn macht, aber nach dem Aufwachen sind die Gedanken wie sie sind. Im Hintergrund höre ich Klänge von Ping Pong.

Aus der Reihe “Fünf Minuten” Weitere Beiträge findest du hier

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