Meine Freundin, das Baby, die Katze und ich

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Die Meisten fragen mich zurzeit immer das Gleiche: „Wie läuft es mit deiner kleinen Familie?“
Meine kleine Familie, das sind Katze, Tochter, Freundin und ich kann euch sagen, wie das so läuft. Meine Woche sieht ungefähr genau so:

Montag
Die Kleine schreit, sie hat Hunger. Meine Freundin und ich sind hundemüde. Wir haben seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen. An der Schlafzimmertür kratzt die Katze. Sie will auch fressen. „Fresse halten“, denke ich, gebe ihr zu essen, wickle meine Tochter, die dann gestillt wird und mache mir und meiner Freundin Kaffee.

Dienstag
Die Kleine schreit und pupst wie eine Große, sie hat Hunger. Meine Freundin und ich können kaum die Augen öffnen. Gestern Nacht hatte das Baby Bauchweh, seit zwei Tagen kann sie nicht richtig kacken. Im Raum riecht es nach Pups. Wir machen uns Sorgen, dass wir ersticken. Die Katze springt an die Schlafzimmertür. Sie ist fuchsteufelswild, weil wir sie wieder mal vergessen haben. Zur Strafe hat sie uns auf die neue Couch gekotzt. „Fiese Bitch“, denke ich und gebe ihr was zu essen, wickle meine kleine Tochter, lege sie der Mama an die Brust und mache meiner Freundin und mir Stilltee.

Mittwoch
Die Kleine schreit, sie hat Hunger, möchte aber auch die ganze Scheiße, die sie quält, endlich loswerden. Meine Freundin und ich können „Schlaf“ nicht mehr buchstabieren. Wir würden echt gern mal einfach nur gemütlich vor dem Fernseher sitzen, Kekse essen und eine Folge „Friends“ schauen. Aber nix da. Die Katze pinkelt an die Schlafzimmertür, weil ihr Fressnapf schon wieder leer steht. „Du Tier“, denke ich, schnapp sie und zieh ihr eine frische Windel an. Die Kleine liegt an Mamas Brust, will aber mehr. Ich mache ihr ein Fläschchen Kaffee, meiner Freundin und mir Milchpulver. Irgendetwas läuft schief, denke ich, bin aber zu müde, um weiter darüber nachzudenken.

Donnerstag
Die Kleine ist wie aufgedreht und kackt wie eine Weltmeisterin. Obwohl wir so müde sind, dass wir gar nicht mehr wissen, wie es ist, wach zu sein, freuen wir uns darüber, als ob wir einen goldenen Löwen in Cannes gewonnen hätten. Dabei ist es einfach nur Kacke. Genauso wie Werbung im Allgemeinen, denke ich, kann aber den Gedanken nicht zu Ende denken, weil die hungrige Katze auf der Wickelkommode heftig rumzappelt, als ich ihr eine neue Windel verpasse. Auch der Heizlüfter kann sie nicht beruhigen. „Ist ja gut, Kleine, Papa wechselt nur schnell die Windeln“, sage ich in Babysprache zur Katze und lege meine kleine Tochter an die Brust. Meine Freundin schreit, „Du Barbar“, geht in die Küche und macht der kleinen ein Fläschchen Kaffee. Zum Mittagessen gibt es Trockenfutter für alle. Mit Lachsgeschmack.

Freitag
Dejavu. Die Kleine ist wie aufgedreht und kackt wie eine Weltmeisterin. Meine Freundin und ich fragen uns, wozu wir überhaupt ein Bett brauchen, die Katze gewöhnt sich langsam an die Windeln, der Heizlüfter beruhigt sie. Ich lege sie der Mama an die Brust. Unsere kleine Tochter macht sich Kaffee, meiner Freundin und mir ein Fläschchen Milchpulver. Für ihr Alter ist sie ganz schön aufgeweckt, sie entwickelt sich prima. Wir sind mächtig stolz.

Samstag
Meine Freundin und ich schreien, wir haben Hunger. Die Kleine ist hundemüde und kann kaum die Augen öffnen. Sie hat wegen dem Kaffee seit Tagen nicht geschlafen. Wenigstens plagt sie kein Bauchweh mehr. Die Katze verpasst mir auf der Wickelkommode eine neue Windel, der Heizlüfter beruhigt mich, ich lächle die Katze zum ersten Mal an. Ein schönes Gefühl. Das Baby macht sich einen Kaffee und füllt der Mama den Fressnapf mit Trockenfutter auf. Diesmal Huhn mit Vollkorngetreide.

Sonntag. 
Meine Freundin und ich schlafen. Unsere kleine Tochter und die Katze sitzen gemütlich vor dem Fernseher, essen Kekse, trinken Kaffee und schauen sich ein paar Folgen „Friends“ an.

Kurz gesagt: Im Großen und Ganzen läuft es wirklich gut mit meiner Familie, langsam gewöhnen wir uns aneinander und finden einen gemeinsam Rhythmus, mit dem wir alle gut leben können. Kinder sind einfach wunderbar und ein kleines Lächeln macht alles wieder gut. Kein Schlaf hin oder her.

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4 Gedanken zu “Meine Freundin, das Baby, die Katze und ich

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